Die beste Maske im Alltag: Muss es eine FFP2 sein?

Die als Mund-Nasen-Bedeckung bezeichneten Masken, die nicht den gesetzlichen Anforderungen an die Partikelfilterung entsprechen, sind im Alltag mit Abstand am häufigsten anzutreffen. Auch wenn diese oft aus handelsüblichen Textilien genähten Masken nicht die gesetzlich vorgesehenen Nachweise für partikelfilternde Halbmasken erbringen, wurde deren Wirksamkeit mittlerweile in einigen Studien bestätigt. Nichtsdestotrotz geht man mittlerweile vor allem in sensiblen Bereichen wie Altenheimen dazu über, eine FFP2 Maske zu verwenden. Die Schutzwirkung von Masken ist von der Dichtheit des Materials, der Passform und die Anzahl der Lagen abhängig. Bei textilen Masken gilt: Fest gewebte Stoffe sind besser als leicht gewebte.

Schutzwirkung: Tröpfchen und Aerosole

Im Allgemeinen sind Alltags- beziehungsweise Mund-Nasen-Bedeckungen nur ein mechanischer Schutz gegen Tröpfchen, die Erreger transportieren. Gegen die feineren, ebenfalls infektiösen Aerosole bieten sie allerdings keinen Schutz.

Die Aerosole, die sich minutenlang in der Luft, vor allem in geschlossenen Räumen halten können, sind nur durch sogenannte partikelfiltrierenden Halbmasken aufzuhalten. Die Standards für diese Art der Masken lauten: FFP2 und FFP3.

Filtrierende Halbmasken nach FFP2 und FFP3

Partikelfiltrierende Halbmasken werden gewöhnlich als persönliche Schutzausrüstung im Arbeitsschutz getragen. Sie schützen den Träger vor Tröpfchen, Partikeln und Aerosolen. Im industriellen und gewerblichen Arbeitsschutz sind es meist Stäube und Dämpfe, vor denen die Mitarbeiter geschützt werden sollen. In Bezug auf die aktuelle Pandemie steht natürlich die Übertragung von Viren über Tröpfchen und Aerosole im Vordergrund. Diese will man in Bereichen, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, durch filtrierende Masken verhindern.

Auch innerhalb des Standards FFP2 gibt es Unterschiede im Design der Halbmasken. Es finden sich solche ohne und Masken mit Ausatemventil. Dieses Ventil filtert sowohl die ausgeatmete als auch die eingeatmete Luft, was sie auch für den Fremdschutz geeignet macht. Primär ist jede Form des Mund-Nasen-Schutzes aber für den Eigenschutz gedacht. Ein weiterer Vorteil von Masken mit Ausatemventil ist der geringere Atemwiderstand. Die Dichtigkeit der FFP-Masken ist für den Träger nämlich spürbar. Er muss gegen den Widerstand der Lagen einatmen, was beim Tragen über mehrere Stunden zu einer körperlichen Anstrengung wird.

Den Unterschied zwischen FFP2- und FFP3-Masken definiert die DIN EN 149:2009-08. Er liegt in der Filterleistung der partikelfiltrierenden Halbmasken. Beim DIN-Prüfverfahren müssen FFP2-Masken mindestens 94 % der Aerosole filtern und FFP3-Masken mindestens 99 %.

Welche Maske für den Alltag?

In Kombination mit Abstands- und Hygieneregeln ist eine Mund-Nasen-Bedeckung ein wirksamer Fremdschutz für den Alltag. Vor allem die sogenannten OP-Masken und dicht gewebte Stoffmasken können Tröpfchen als Transportmittel der Krankheitserreger aufhalten. Auch wenn das Hauptaugenmerk bei diesen Masken auf dem Fremdschutz liegt, so ist dort, wo ausschließlich Menschen zusammenkommen, die eine Maske tragen, eine Schutzwirkung gegeben.

Wer die Abstandsregeln nicht dauerhaft einhalten kann, sei es aus beruflichen oder privaten Gründen, kann sich und andere durch das Tragen einer FFP2- oder FFP3-Maske effektiver vor einer Infektion schützen. Im beruflichen Umfeld, beispielsweise in Seniorenheimen wird dies regelmäßig durch den Arbeitgeber sichergestellt. Im Privaten obliegt es jedem Einzelnen, sich eine FFP2 Maske zu besorgen. Im Gegensatz zum Beginn der Pandemie ist die Versorgungssituation mittlerweile entspannter. Die Masken mit entsprechender Zertifizierung sind sowohl online als auch in zahlreichen Apotheken erhältlich.